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Linien, Formen und Strukturen „Lichtklicker Hannover“ (Am Listholze 31)

Die Gruppe „Lichtklicker Hannover“ existiert unter diesem Namen erst seit kurzer Zeit. Die Fotograf*innen können aber schon auf einige Ausstellungen in Institutionen des öffentlichen Lebens zurückblicken, die in z.T. wechselnder Besetzung präsentiert wurden und einige Beachtung fanden. Obwohl die fotografischen Ambitionen innerhalb der Gruppe breit gefächert sind, zeugen die Bilder von der gemeinsamen Liebe zum anspruchsvoll gestalteten Bild. Dabei steht das Ringen um eine überzeugende Bildaussage zur jeweiligen Thematik im Vordergrund.
Die Ambitionen der Gruppenmitglieder umfassen u.a. Natur-, Reise-, Menschen-, Bühnen- und auch experimentelle Fotografie. Immer wieder werden fotografische Aktionen getragen von besonderem sozialen Engagement.

Mit der aktuellen Gemeinschaftsausstellung widmen sich die Lichtklicker einem zeitlosen Thema und beweisen damit, dass sie neben der formalästhetischen Bildkomposition auch das Gestalten mit Licht als fotografisches Grundelement beherrschen.

Die Ausstellung ist vom 15. April bis 16. August 2019 jeweils montags bis donnerstags von 8.00 bis 16.00 Uhr (während des Trimesters bis 22.00 Uhr), freitags von 8.00 bis 14.00 Uhr im Bildungs­verein, Am Listholze 31 im Foyer des Ober­geschosses zu sehen.

Vorstellung der Fotografinnen und Fotografen der Ausstellung:

Agus Heimberg:

Schon seit meiner Kindheit fühlte ich mich sehr stark mit der Natur verbunden. Ich beobachtete die Pflanzen, die Tiere und Alles um mich herum. Dann entstand in mir der Wunsch, das Gesehene im Bild festzuhalten und die Freude darüber mit anderen Menschen zu teilen. Meine ersten Fotoversuche machte ich mit geliehenen Kameras. Im Zuge der Zeit entwickelte sich die Technik und durch die Digitalfotografie bekam ich neue Möglichkeiten. So entdeckte ich, dass ich mittels der Makrofotografie bisher durch das menschliche Auge nicht wahrnehmbares im Foto sichtbar machen und durch den Zoom vergrößern konnte. Mein Staunen und meine Begeisterung dafür nahmen zu.

Andrea Friedrichsmeier:

Fotografie hat seit etwa einem Jahrzehnt einen sehr hohen Stellenwert in meiner Freizeit. Ich finde es sehr reizvoll, Augenblicke mit der Kamera einzufangen, sowohl in geplanten Inszenierungen als auch spontan aus dem Moment heraus. Mich begeistern Abbildungen von Objekten, zum Beispiel in der Architektur, darüber hinaus aber auch ganz besonders die von Menschen. Der Austausch mit anderen gibt mir dabei immer wieder Rückhalt und Inspiration - so ist mir die Einbindung in verschiedene  Fotogruppen sehr wichtig.

Anneliese Dräger

Schon früh kam ich mit der Fotografie in Kontakt. Als Kind half ich meinem Vater bei seinen fotografischen Experimenten und diese damals gespürte Faszination ließ mich nie los. Am liebsten bin ich auf der Straße unterwegs: Street-Photography – Architektur, vor allem aber Menschen und das Leben auf der Straße. Reportage – Photography zu verschiedenen Themen. Meine Reiselust führt mich in ferne Länder aller Kontinente, die Kamera immer in der Hand. Aber auch die Theaterfotografie bringt mich immer wieder vor die kleinen Bühnen in Hannover. Ausstellungen: mit dem „Fotoclub Linden“ in der „Galerie im Keller“ im Freizeitheim Linden und im Kultusministerium. Mit den „Lichtklicker Hannover“ eine Ausstellung „Open Air“ in Hainholz.

Bettina Bauch:

Fotografie ist für mich ein Mittel, mich einem Ort einer Landschaft oder einem Gegenstand zu nähern. Gern auch zusammen mit Gleichgesinnten in der Fotogruppe "Lichtklicker Hannover". Ich genieße es, einfach ein bisschen zu verweilen und die Ausstrahlung des Ortes in mich aufzunehmen. Mit etwas Glück ergibt sich ein gutes Motiv, und selbst wenn nicht zählt das Erleben des Augenblicks und das „dort gewesen sein“.

Bildbearbeitung am Computer ist dann der wichtige letzte Schritt um herauszuarbeiten, was ich gesehen und empfunden habe. Ich liebe Schwarz-Weiß Bilder. Sie lassen „Linien, Formen und Strukturen“ besonders gut wirken und deshalb hat mir die Arbeit an dieser Ausstellung sehr viel Spaß gemacht.

Dieter Kempa:

Dieter Kempa frönt seinem Hobby seit über 45 Jahren und ist im Innersten ein SW-Amateur geblieben. Dass er auch das Medium Farbfotografie im digitalen Zeitalter einigermaßen beherrscht, zeigen einige der hier präsentierten Bilder. Seine große Liebe gehört allerdings - neben seiner Familie - der Theaterfotografie. Diese jedoch nicht im Rahmen eines behaglichen Erbauungstheaters, vielmehr im Sinne von gesellschaftskritischer Hinterfragung herrschender Zustände und Denkmuster. Dass sich anspruchsvolle Fotografie durchaus mit sozialem Engagement vereinbaren läßt, beweist der Autor mit vielfältigen Aktivitäten bezüglich Integration und Inklusion. Diese alternative Grundeinstellung prägt das Wesen und Wirken dieses Individualisten, der sich über Jahrzehnte seinen Idealismus bewahrt hat.

Günter Ulrich:

Seit vielen Jahrzehnten habe ich Freude am Fotografieren. Um tiefer in die Materie einzudringen und mein Hobby mit anderen teilen zu können, habe ich mich nach mehreren Fotokursen im Jahr 2015 dem Fotoklub “Lichtklicker Hannover“ angeschlossen. Seitdem nehme ich mit Begeisterung an verschiedenen gemeinsamen Ausstellungen teil. Mein besonderes Interesse liegt in den Bereichen experimentelle Fotografie, Stacking, Montage, Makro und dem Einsatz „analoger“ Objektive. Ausprobieren von Ungewöhnlichem ist meine Herausforderung. Natur, Technik und Architektur sind meine bevorzugten Themen. Durch die anschließende Bildbearbeitung am PC versuche ich, die beabsichtigte Aussage und Stimmung der Fotos zu optimieren.

Meik Schmeißer:

Fotografie ist so ein Ding zwischen Bildgebung und Bildwahrnehmung. Alles davor und danach könnte wohl Kunst sein. Davon habe ich aber keine  Ahnung. Vor dem entscheidenden Druck auf den Auslöser sollte der Kopf abgeschaltet werden, weil sonst das Bild verwackeln und unscharf werden könnte. Die Augen sollten aber offen bleiben, um das Licht weiter zu beobachten. Das ist wichtig für das nächste Bild, welches nicht unbedingt sofort im Anschluß gemacht werden muss. Da kann man sich verhaspeln. Licht ist aber wegen der Gestaltung wohl am wichtigsten. Es geht auch ohne, dann hat man ein dunkles Bild. Anschließend kann man das Bild noch hübsch machen. Dafür nimmt man am besten Photo.....dingens, das rettet auch die dunkelsten Bilder. Anschließend sollte das Bild gedruckt und gerahmt werden, wegen der haptischen Wahrnehmung. Das kennt man ja von den eigenen Kindern. Wenn man meint, das Bild ist nun fertig, ist die Bildgebung auch fertig. Bei Nichtgefallen geht alles wieder von vorne los. Bei ganz viel Glück kann man sein Bild auch mal in einer Ausstellung zeigen. Die Leute geben dafür ein Like oder auch mal ein Dislike. Bei Dislike sollte man nicht böse sein. Nicht jeder hat Ahnung von Fotografie. Es scheint wichtiger Bilder zu zeigen, die man selber mag. Kann man so machen, muss man aber nicht. Dunkelbilder haben auch gute Chancen, wenn der Bilderrahmen dazu passt. Wer mehr Likes haben möchte sollte auch für gute Getränke sorgen. Das macht prima Stimmung und es wird nicht mehr so genau geguckt. Wenn nicht mehr geguckt werden kann, ist die Bildwahrnehmung auch fertig. Fotografie ist also nicht schwierig. Hauptsache man hat gute Technik und eine tolle Fotogruppe, wie die Lichtklicker Hannover. Wir reden viel über Fotografie und manchmal auch über... was ganz Anderes. Nun gehts weiter mit Kunst.

Thomas Langer:

Der Hobby-Fotograf Thomas Langer ist zwar noch lange nicht am Schaffen, doch dafür umso intensiver. An diversen Fotokursen und Ausstellungen hat er bereits erfolgreich teilgenommen und dabei sein Talent bewiesen. Die kleinen wunderbaren Dinge fängt er mit der Makro-Fotografie ein, ebenso sind die Besonderheiten der Landschaftsfotografie und Tierportraits in seinen Werken zu entdecken. Die Leidenschaft hat ihn fest im Griff und man darf gespannt sein, was noch an tollen Fotos folgen wird. Kontakt: Foto-T.Langer@freenet.de

Waltraud Nehls:

... hat 2010 ihre Liebe zur Naturfotografie entdeckt. Ausschlaggebend war ein Fotoworkshop auf Helgoland. Weitere Fotoworkshops zu den Themen „Landschaft“, „Tiere“ und „Makro“ folgten. Die Schwerpunkte ihrer fotografischen Arbeit bilden die Tier- und Makrofotografie. Sie arbeitet aber auch gern themenbezogen. Ihre Motive findet sie vorwiegend vor der „Haustür“. Ihre Reiselust führt sie aber auch ins europäische Ausland und in entferntere Gegenden unserer Erde. Ausstellungen im Rahmen des Foto-Clubs Linden, der „Lichtklicker Hannover“; 2017 Ausstellung „weit weg + nah dran“ zusammen mit Dr. Jan-Hendrik Paduch. Waltraud Nehls mag stille Bilder. Bilder, die auf das Wesentliche reduziert sind, Bilder mit wenig oder auch gänzlich ohne Schärfe. Bilder, die durch Farbe, Form, Lichtstimmung wirken. Sie arbeitet sowohl dokumentarisch als auch experimentell. Mit ihren Naturaufnahmen möchte sie die Betrachterinnen und Betrachter auf die Schönheit der Natur aufmerksam machen.