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Gadamer: Wahrheit und Methode II

Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik

Für Hans-Georg Gadamer ist das Phänomen des Verstehens und der rechten Auslegung des Verstandenen nicht nur ein Spezialproblem der Geisteswissenschaften, sondern gehört zur menschlichen Welterfahrung insgesamt. Er versteht die Hermeneutik nicht nur als Kunstlehre, sondern hält Verstehen für eine der Grundlagen des menschlichen Lebens. So rücken die Geisteswissenschaften mit der Erfahrung der Philosophie, der Kunst und der Geschichte selbst zusammen. Das alles seien Erfahrungen, in denen sich Wahrheit kundtue, aber nicht mit wissenschaftlichen Methoden verifiziert werden könne.

Gadamer will beschreiben, wie Verstehen geschieht: Verstehen ist nicht eine Erkenntnisart unter anderen, sondern verstehen ist universal. Aller Methodik geht immer schon Verstehen voraus. Sein Ziel ist nicht eine Kunstlehre des Verstehens, sondern die Hermeneutik, die er entwickelt, ist der Versuch einer Verständigung über das, was uns mit dem Ganzen unserer Welterfahrung verbindet. Dies setzt beim Interpretieren Offenheit, das Bewusstmachen der eigenen Vorurteilsstruktur und die Bereitschaft zum Gespräch voraus. Der Kurs wird im nächsten Trimester fortgesetzt.

Bitte mitbringen: Hans G. Gadamer, Wahrheit und Methode: Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik, Tübingen 2010, € 32,00

Abendkurs
Leitung:
Ort: Wedekindstr. 14 (Oststadt)
Kosten:
  • € 70,-- / ermäßigt € 52,--
  • mit Hannover-Aktiv-Pass € 25,--
  • ab 17.01.19 (Do)
  • 20:00 - 22:15 Uhr
10 x 3 UStd. max. 15 Personen
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