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Nachmetaphysisches Denken in der »postsäkularen« Gesellschaft

Habermas über Säkularisierung

„Nachmetaphysisches Denken unterscheidet sich von Religion dadurch, dass es den Sinn des Unbedingten rettet ohne Rekurs auf Gott oder ein Absolutes.“

Das (unvollendete) Projekt der Moderne – im 18. Jahrhundert von den Philosophen der Aufklärung formuliert – besteht für Habermas darin, die Wissenschaften, die Grundlagen von Moral und Recht in ihrem jeweiligen Eigenbereich zu entwickeln und aus ihren religiösen Formen zu entbinden. Er versteht unter „Säkularisierung“, religiöse Denkweisen und Lebensformen durch vernünftige zu ersetzen.

Im modernen, säkularen Staat sieht er aber Raum für Religion und religiöse Gemeinschaften, was er mit dem (unklaren) Begriff »postsäkular« bezeichnet. Dabei müssten sich jedoch die Religionen auf die Begegnung mit anderen Religionen und nicht-religiösen Weltanschauungen einstellen. Religiöse wie nicht-religiöse Bürger*innen könnten in einem säkularen, freiheitlichen Staat nur zusammenleben, wenn sie sich gegenseitig tolerieren und sich auf die Trennung von Staat und Kirche einlassen.

Bitte mitbringen: Jürgen Habermas, Zwischen Naturalismus und Religion: Philosophische Aufsätze, Frankfurt am Main 2005, 2009, € 15,00
Wochenendseminar
Leitung:
Ort: Stadtstr. 17 (Südstadt)
Kosten:
  • € 34,-- / ermäßigt € 26,--
  • mit Hannover-Aktiv-Pass € 17,--
Anmeldung:bis 27.02.20
  • 06./07.03.20 (Fr/Sa)
  • Fr, 17:30 - 21:45 Uhr
  • Sa, 12:00 - 19:00 Uhr
12 UStd. max. 15 Personen
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