Skip to Content

Gadamer: Die Aktualität des Schönen

Kunst als Spiel, Symbol und Fest

„Es gilt zu lernen, dass man jedes Kunstwerk erst buchstabieren,
dann lesen lernen muss, und dann erst beginnt es zu sprechen.“

Seit der Antike versteht sich Kunst nicht von selbst: die Rechtfertigung der Kunst sei ein ernstes, altes Thema. Was ist Kunst? Kunst sei Spiel, Symbol und Fest, sagt Gadamer: Spiel sei eine elementare Form des Lebens, so dass menschliche Kultur ohne Spiel nicht denkbar sei. Das Spielen sei nicht nur die eigentliche Basis der Kunst, sondern auch das tiefere Motiv dahinter. Kunst sei ein freies Spiel, das Mitspielen verlangt. Symbol sei dasjenige, woran man etwas wiedererkennt. Wiedererkennen heißt für Gadamer, etwas, das man schon kennt, erkennen: man erkennt jetzt eigentlicher, sehe das Bleibende aus dem Flüchtigen heraus. Das Symbolische verweise nicht nur auf Bedeutung, sondern lasse sie gegenwärtig sein. Und das Fest sei das alles Vereinigende; es sei nur für den etwas, der daran teilnimmt. Fest und Feiern trenne von Alltag und Arbeit. Gadamer feiert die Kunst als etwas, das das eigentliche Menschsein ausmacht. Kurz: Im Werk der Kunst werde das, was im Vorüberfluten da ist, in ein bleibendes, dauerhaftes Gebilde verwandelt.

An diesem Wochenende werden wir den Text gemeinsam lesen und diskutieren.

Bitte mitbringen: Hans-Georg Gadamer, Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest, Stuttgart 1977, 2012, € 5,00

Wochenendseminar
Leitung:
Ort: Wedekindstr. 14 (Oststadt)
Kosten:
  • € 34,-- / ermäßigt € 26,--
  • mit Hannover-Aktiv-Pass € 17,--
  • 15./16.03.19 (Fr/Sa)
  • Fr, 18:00 - 22:15 Uhr
  • Sa, 12:00 - 19:00 Uhr
12 UStd. max. 15 Personen
MerkenBuchen